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Wirtschaftssituation Deutschland

Die Handelskammer Deutschland-Schweiz bemüht sich, auf dieser Website die aktuellsten Informationen zur Lage in Deutschland und in der Schweiz zu veröffentlichen. Trotz grösstmöglicher Sorgfalt übernimmt die Handelskammer D-CH keine Haftung für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der Angaben. Bei Fragen und Anmerkungen: auskunft@handelskammer-d-ch.ch

Konjunkturperspektiven Deutschland im Frühjahr 2020 (Stand Anfang April 2020)

Die Situation der Wirtschaft ist momentan grundsätzlich die gleiche wie in der Schweizer Wirtschaft. Die Konjunkturexperten erwarten für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 eine Rezession. Die Prognosen der Forschungsinstitute liegen in einer Spanne von - 4% bis – 5% des Wachstums des realen Bruttoinlandsprodukts. Die Prognosen sind mit einem erheblichen Unsicherheitsfaktor gekennzeichnet.

Gleich wie in der Schweiz ist der Wirtschaftsverkehr innerhalb kürzester Zeit in grossen Teilen zum Stillstand gekommen. Die Aussenwirtschaft leidet massiv unter dem Absturz der globalen Konjunktur. Viele Unternehmen haben ihre Produktion teilweise oder ganz herunterfahren müssen, da die Liefer- und Dienstleistungsketten unterbrochen sind. Auch in Deutschland operiert die Logistikbranche unter erschwerten Bedingungen.

Der private Konsum dürfte deutlich zurückgehen, da die Haushalte erheblich verunsichert sind, Einzelhandel, Gastronomie und die Tourismusbranche erleiden erhebliche Umsatzeinbrüche.

Die ohnehin seit zwei Jahren schwache Industriekonjunktur Deutschlands wird weiter massiv geschwächt. Investitionen dürften wieder vermehrt zurückgehalten werden und können wegen unterbrochener Lieferketten nicht getätigt werden.

Handelsvolumen Deutschland-Schweiz (Stand Anfang April 2020)

Der Aussenwirtschaftsverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz ist erheblich von dem jähen Einbruch der Konjunktur betroffen. Beide Länder haben Exportquoten von über 50%. Die traditionelle enge Verflechtung der deutschen und schweizerischen Wirtschaft im Güter- und Dienstleistungsaustausch, aber auch im Bereich der Direktinvestitionen ist direkt betroffen. Der Güter- und Dienstleistungsverkehr ist weiterhin frei, jedoch z.T. logistisch erschwert.

Die Unterbrechung der globalen Lieferketten trifft die Unternehmen in beiden Ländern gleichermassen und auch untereinander. In der Folge werden Exporte und Importe, voraussichtlich im zweiten Quartal 2020, deutlich rückläufig sein. Dies wird insbesondere die industrienahen Branchen, Maschinen- Apparate-, Anlagen-, Elektronik sowie Metall- und die Zulieferindustrie treffen.

Der unternehmensnahe Dienstleistungsverkehr, der in der Grössenordnung ein Drittel des Warenverkehrs zwischen Deutschland und der Schweiz ausmacht, ist wegen seiner engen Verknüpfung mit den Warenexporten ebenfalls in starke Mitleidenschaft gezogen. Wartung, Installation und Baudienstleistungen sowie sonstige unternehmensnahe Dienstleistungen sind nur sehr eingeschränkt möglich, da die Schweizer Bewilligungspraxis im Entsendebereich sehr restriktiv ist.
Die Handelskammer rechnet damit, dass auch die Direktinvestitionen unter der massiven Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Krise, vom ersten in das zweite Halbjahr verschoben werden. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und der Schweiz dürfte unter diesen Vorzeichen 2020 deutlich negativ ausfallen.

Umfrage DIHK: Corona-Krise: Mehr als 80 Prozent der deutschen Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit Umsatzrückgang

Die Zahl der von der Corona-Krise hart getroffenen Unternehmen hat sich innerhalb von drei Wochen fast verdoppelt. In der aktuellen DIHK-Blitzumfrage unter bundesweit 15 000 Betrieben erwarten mehr als 80 Prozent, dass sie dieses Jahr mit einem deutlichen Umsatzminus abschliessen werden. In der Vorumfrage von Anfang März war nur knapp die Hälfte der Unternehmen aus allen Branchen und Regionen Deutschlands so pessimistisch. Mehr als jeder vierte Betrieb rechnet aktuell sogar mit Umsatzrückgängen von mindestens 50 Prozent für das Gesamtjahr 2020. Das größte Problem ist dabei die schwindende Liquidität – und diese Gefahr nimmt weiter zu und gefährdet die Existenz zahlreicher Betriebe: Fast jedes fünfte Unternehmen sieht sich akut von der Insolvenz bedroht. „Damit spitzt sich die Krise dramatisch zu”, sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Das sollte nun alle Alarmleuchten angehen lassen: Wenn wir uns dieser Entwicklung nicht entschieden entgegenstellen, erleben wir wirtschaftliche Schäden von historischem Ausmass.“ Hier finden Sie die komplette Auswertung der Umfrage

Rettungsschirm für Unternehmen

25. März 2020: Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bleiben nicht ohne Folgen: Unternehmen geraten unverschuldet in Liquiditätsengpässe, Arbeitsplätze sind bedroht. Deshalb hat die Bundesregierung die Errichtung eines Wirtschaftsstabilisierungsfonds beschlossen, die der Bundestag gebilligt hat. Mehr Informationen

Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige

23. März 2020: Der Bundestag hat die Soforthilfen für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige im Volumen von 50 Milliarden Euro beschlossen. Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten soll schnell und unbürokratisch geholfen werden. "Wir gehen in die Vollen, um auch den Kleinstunternehmen und Solo-Selbständigen unter die Arme zu greifen", so Bundesfinanzminister Scholz. Mehr Informationen

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