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Massiver Einbruch des Aussenhandels Deutschland-Schweiz in der Corona-Krise setzt sich im Mai fort

Aussenhandel im Mai 2020
Der Lockdown der Wirtschaft hat wie erwartet zu dramatischen Einbrüchen im Aussenhandel der Schweiz mit Deutschland geführt. Gemäss den Zahlen der Eidgenössischen Oberzolldirektion für den Mai 2020 gingen die Exporte nach Deutschland insgesamt um -21,7% und die Importe aus Deutschland um -25,5% gegenüber dem April des Vorjahres zurück.
 
Deutschland ist der wichtigste Aussenhandelspartner der Schweiz. Die Wirtschaft beider Länder ist mit Exportquoten von über 50% gleichermassen aussenhandelsorientiert und stark vom Verlauf der Weltkonjunktur abhängig. Die Lieferbeziehungen über Wertschöpfungsketten sind ausgesprochen eng.
 
Alle Warenarten im Güteraustausch waren von dem Einbruch betroffen. So lag das Minus in der Maschinen-, Anlagen- und Elektronikbranche bei den Exporten nach Deutschland bei -30,2% und den Importen bei -17,7%, in der Metallbranche bei den Exporten nach Deutschland bei -32,3% und den Importen bei -28%. Einzig die Pharmabranche war bei den Exporten nicht so stark betroffen: Minus 3,5%. Dagegen weisen die Importe auch ein Minus von -14,8% auf.
 
Besonders hart traf es die Fahrzeugbranche, darunter die Automobile. Der Import von Personenwagen aus Deutschland ging im April zum Vorjahr um -40% zurück, immerhin eine deutliche Besserung gegenüber dem Rückgang im April von 85,4%.
Der Aussenhandel der Schweiz mit Deutschland wird nur im Gleichschritt mit der Erholung der Konjunktur erfolgen. Die Handelskammer Deutschland-Schweiz erwartet eine leichte Besserung in den kommenden Sommermonaten, allerdings auf tiefem Niveau.
 
Umfrage bei den Mitgliedern der Handelskammer zur Auswirkung der Corona-Krise
Im Jahr 2020 erwarten zwei Drittel der befragten Mitglieder der Handelskammer einen Rückgang ihres Umsatzes von 10 bis 50%, 30% der Firmen einen Rückgang zwischen 10 und 25%. Dabei müssen etwas über die Hälfte ihre Investitionen zurückfahren. 40% gehen von einem Rückgang der Beschäftigten in ihren Unternehmen aus.
 
Auf die Frage, welche Auswirkungen ihr Unternehmen in der Corona-Krise besonders belasteten, stand nach dem Nachfragerückgang (57%), bereits die Reisebeschränkungen zur Dienstleistungserbringung (54%). Es folgten Zurückfahren der Investitionen (48%), Stornierung von Aufträgen (37%), Probleme Lieferkette, fehlende Ware (33%). Bei den Schweizer Firmen spielte natürlich der Wechselkurs (48%) eine grosse Rolle.

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Ralf J. Bopp
Ralf J. Bopp
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