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Schweizer Exporteure fürchten Folgen der Durchsetzungsinitiative

23. Feb 2016
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Gefahr für Schweizer Exporteure: Unternehmen befürchten negative Folgen bei Annahme der Durchsetzungsinitiative. Das ergab eine Umfrage bei rund 250 exportierenden Schweizer Unternehmen – durchgeführt von der Berner Fachhochschule und Euler Hermes.

Schweizer Exporteure fürchten Folgen der Durchsetzungsinitiative
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Hintergrund

Am 28. Februar 2016 stimmt das Schweizer Volk über die eidgenössische Volksinitiative «Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer» (Durchsetzungsinitiative) ab.

Euler Hermes und die Berner Fachhochschule haben bei rund 250 exportierenden Schweizer Firmen nachgefragt, welche Auswirkungen eine Annahme der Durchsetzunginitiative auf ihre Geschäfte hat.

Ergebnis der Studie

  • 66 Prozent der befragten Schweizer Exportunternehmen gehen von einem erhöhten Risiko für ihre Exportgeschäfte aus – weil die bilateralen Verträge durch eine Annahme gefährdet werden. 
  • 63 Prozent gehen davon aus, dass die Durchsetzungsinitiative an sich bereits die bilateralen Verträge gefährdet.

«Allerdings bereiten sich lediglich sechs Prozent der exportierenden Firmen auf eine allfällige neue Situation ohne bilaterale Verträge vor», erläutert Stefan Ruf, CEO von Euler Hermes Schweiz. «Der EU-Raum ist mit 45 Prozent der Exporte und 66 Prozent der Importe gemäss Bundesamt für Statistik (2014) noch immer mit Abstand der grösste Export- und Importmarkt für Schweizer Unternehmen. Dies erhöht das Risiko für die Exportwirtschaft noch zusätzlich bei einer allfälligen Annahme der Initiative am 28. Februar.»

Die wenigen Exportfirmen, die sich vorbereiten, versuchen, mit Diversifikation, Förderung von Vertrauen in der Kundenbindung sowie mit innovativen und hochwertigen Produkten eine optimale Ausgangsposition zu ergattern. Einige Firmen geben auch an, ihre Produktion oder gar das ganze Unternehmen ins Ausland zu verlagern – sowie Waren vermehrt in der Schweiz anstatt im Ausland verkaufen zu wollen.

«Die tiefe «ja» und hohe «weiss nicht»-Quote bei dieser Vorbereitungsfrage weist auf eine grosse Unsicherheit bei exportorientierten Unternehmen hin», ist Dr. Paul Amman von der Berner Fachhochschule überzeugt. «Unternehmen sollten sich dringend Gedanken machen, wie sie ihre Absatzmärkte diversifizieren können und beispielsweise auch häufiger in nicht EU-Länder exportieren.» 

(Bildquelle: © halbergman/iStockphoto)

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