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Internationale Technologieunternehmen setzen auf den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area

24. Jun 2026
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Ein Gespräch mit Lukas Huber und Sabine Müller

Die Greater Zurich Area ist eines der führenden Innovationszentren Europas. Was macht den Wirtschaftsraum für internationale Technologieunternehmen so attraktiv? Wie entstehen durch Ansiedlungen Synergien mit lokalen Firmen? Und welche Rolle spielt dabei die Nachhaltigkeit, sowie die internationale Positionierung der Greater Zurich Area? 
Diese Fragen diskutieren Lukas Huber, Geschäftsführer der Greater Zurich Area (GZA), und Sabine Müller, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin Marketing & Kommunikation.

Internationale Technologieunternehmen setzen auf den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area

Herr Huber, Frau Müller, die Greater Zurich Area AG (GZA) begleitet internationale Unternehmen bei ihrer strategischen Expansion in die Schweiz. Was macht den Standort besonders attraktiv?
Lukas Huber: Unternehmen profitieren von einer Kombination aus exzellenter Forschung, unternehmerischer Dynamik und politischer Stabilität. Besonders in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Life Sciences, Robotik und Finanztechnologie zieht der Standort weltweit führende Unternehmen an. Das exzellente Fachkräftepotenzial, sowie die enge Zusammenarbeit zwischen weltweit führenden Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie schafft ein einzigartiges Innovationsökosystem.


Können Sie konkrete Beispiele für jüngste Unternehmensansiedlungen nennen?
Konkrete, internationale Ansiedlungsbeispiele aus 2024 sind das Robotics und AI Institut (RAI), Anthropic, OpenAI, ESTUN Automation oder BYD. Wir sprechen hier von Ansiedlungen von Qualität, Grösse und Exzellenz. Zusammen mit unseren kantonalen, städtischen und regionalen Partnern unterstützten wir 91 Unternehmen in ihren Expansionsprojekten. 15 davon aus Deutschland.


Was sind die Gründe für diesen Erfolg?
Anthropic hat sich beispielsweise bewusst für die Greater Zurich Area entschieden, um von unserem florierenden KI-Ökosystem zu profitieren. BYD treibt von hier aus die Expansion seiner nachhaltigen Mobilitätslösungen voran. Ein weiteres Beispiel ist ESTUN Automation, ein chinesisches
Robotikunternehmen, das im Kanton Zug seinen europäischen Hauptsitz eröffnet hat und so zur Stärkung des Hightech-Sektors in der Region beiträgt. Betrachten wir die Ansiedlungen aus Deutschland, sehen wir vor allem Ansiedlungen aus dem Mittelstand und Start-up-Bereich. Besonders gefragt sind Branchen wie Cleantech, Biotech, Künstliche Intelligenz und Fintech & Blockchain – Unternehmen, die gezielt den Zugang zu unserem
Innovationsökosystem suchen und davon profitieren. Gleichzeitig gibt es auch klassische Markteintritte, bei denen es um die Nähe zu Kunden und den Aufbau von Vertriebskanälen in der Schweiz geht.


Welche Vorteile ergeben sich, wenn sich solche Unternehmen niederlassen?
Wenn sich ein führendes Technologieunternehmen niederlässt, zieht das oft weitere Firmen aus der Wertschöpfungskette an. Ein Paradebeispiel dafür ist Google, das 2004 mit nur wenigen Mitarbeitenden in Zürich startete. Heute ist es der grösste Google-Standort ausserhalb der USA. Viele der neu angesiedelten Unternehmen nutzen das lokale Netzwerk, um Synergien zu schaffen. Um Spitzentechnologien zu entwickeln, kollaboriert beispielsweise das Robotics und AI Institut mit Schweizer Forschungseinrichtungen. Auch Unternehmen wie Revolut, das hier Finanzprodukte für den europäischen Markt entwickelt, profitieren vom direkten Zugang zu etablierten Finanzdienstleistern und Start-ups. Viele ehemalige Mitarbeitende der grossen Tech-Unternehmen gründen zudem wiederum Start-ups und ziehen damit neue Talente und Investitionen an. Diese Netzwerkeffekte sind typisch für die Greater Zurich Area und zeigen, wie eine einzelne Ansiedlung langfristig die gesamte Wirtschaft stärken kann.
 

GZA Big Tech Map V14 - transparent

Die Greater Zurich Area hat sich zu einem Zentrum der KI-Forschung entwickelt und zieht viele Technologiefirmen an. Besonders in der Stadt Zürich ist die Dichte hoch: Sieben der zehn weltweit führenden Unternehmen sind hier ansässig.

Frau Müller, Sie setzen sich dafür ein, dass die Greater Zurich Area international stärker wahrgenommen wird. Wie stellen Sie die Region im weltweiten Wettbewerb attraktiv dar?
Sabine Müller: Wir verstehen uns als Drehscheibe für globale Unternehmen, die von der Innovationskraft der Region profitieren möchten. Unser Fokus liegt auf sechs Schlüsselbranchen, in denen wir aktiv Promotion betreiben. Durch gezielte Kommunikation und Marketingmassnahmen, internationale Partnerschaften und unser Ambassadoren-Netzwerk sorgen wir dafür, dass die Greater Zurich Area weltweit in der Nische von führenden Technologieunternehmen als erstklassiger Innovationsstandort wahrgenommen wird.


Woran erkennen Sie, dass die Strategie funktioniert?
Erfreulicherweise belegt die Wirtschaftsregion Greater Zurich Area Top-Platzierungen in international relevanten Rankings, wie zuletzt im fDi Report 2025 «European Cities and Regions of the Future» der Financial Times. Dies untermauert unser Narrativ rund um die Themen Wirtschaftspotenzial, Innovationskraft und unternehmerfreundliches Umfeld. Im Storytelling zeigen wir Unternehmen aber nicht nur wirtschaftliche Vorteile auf, sondern auch, wie sie sich hier langfristig erfolgreich entwickeln können. Wir erzählen nahbare Geschichten inspirierender Tech-Pioniere, nutzen strategische Partnerschaften und bedienen uns der Marketing Automation zur Distribution dieser Inhalte.


Wird die Greater Zurich Area weltweit tatsächlich als Innovationsstandort wahrgenommen?
Ein Blick auf die jüngsten Medienberichte bestätigt das wachsende Interesse. So berichteten zuletzt das Wall Street Journal und Forbes über den Wirtschaftsstandort Zürich und die Attraktivität für Tech-Unternehmen. Dadurch erreichten wir ein Millionenpublikum. Ein weiteres starkes Indiz für unsere internationale Sichtbarkeit ist das Wachstum unserer digitalen Reichweite: Unsere LinkedIn-Community hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Bald knacken wir die 30'000 Follower Marke. Zudem haben wir die geografische Reichweite unserer digitalen Präsenz signifikant gesteigert, was zeigt, dass unser Standortmarketing auch global Wirkung entfaltet.


Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der strategischen Ausrichtung der Greater Zurich Area?
Lukas Huber: Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Akquise-Strategie geworden. Wir setzen auf Innovation als Lösungsweg. Nachhaltige Innovationen sind essenziell, um globale Herausforderungen zu bewältigen – von Energiefragen bis zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft. Die Greater Zurich Area bietet mit ihrer Effizienz und Innovationskraft optimale Rahmenbedingungen und bringt ein starkes Netzwerk von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Investoren zusammen, um nachhaltige Durchbrüche zu fördern.


Angesichts globaler Unsicherheiten – welche Rolle spielt wirtschaftliche Resilienz bei der Standortwahl?
Sie ist ein zentrales Kriterium. In unsicheren Zeiten setzen Unternehmen auf Standorte, die Stabilität und somit Planungssicherheit bieten. Die Schweiz ist geopolitisch neutral, wirtschaftlich stark und bietet eine hohe Rechtssicherheit in Kombination mit einer niedrigen Regulierungsdichte. Zudem bietet die Greater Zurich Area mit ihrer ausgeprägten Internationalität beste Voraussetzungen um von hier aus das internationale Geschäft voranzubringen.


Abschliessend gefragt: Welche Botschaft möchten Sie deutschen Unternehmen mitgeben, die eine Expansion in die Schweiz erwägen?
Die Greater Zurich Area bietet deutschen Unternehmen eine exzellente Ausgangsbasis für den internationalen Erfolg. Wer Innovation, Stabilität und einen erstklassigen Talentpool sucht, findet hier optimale Bedingungen. Unser Team begleitet Unternehmen aktiv bei jedem Schritt des Ansiedlungsprozesses – unabhängig, kostenlos und massgeschneidert. Wir freuen uns auf den Austausch mit deutschen Unternehmerinnen und Unternehmern, die den nächsten Wachstumsschritt planen.

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